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Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus, Hamburg

Hier ist die moderne europäische City entstanden: Die historische Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem legendären Chilehaus stehen für den Aufstieg Hamburgs zur Weltstadt – und präsentieren sich heute als lebendiges Kulturquartier. Unbeschadet von Zeiten und Wandel, wurde das Ensemble nun zum UNESCO-Welterbe ernannt.

Man glaubt, den Duft von Tee und Kaffee, edlen Gewürzen und allerlei Spezereien in der Nase zu haben, wenn man durch das Viertel flaniert. Es ist eine kleine Welt für sich, eine Stadt aus Speichern, auf Tausenden von Eichenpfählen zwischen 1885 und 1927 in neugotischer Backstein-Architektur errichtet. Kleine Straßen, Brücken und Kanäle verbinden den größten Lagerhauskomplex der Welt, der mitten im Hamburger Hafen auf 300.000 Quadratmetern Raum für alles bot, was gut und teuer war. Zeugen einer großen Zeit Kaufleute brauchen aber nicht nur Lagerplatz, sondern auch Büros. Deswegen schufen sie gleich neben der Speicherstadt die ersten reinen Verwaltungsgebäude Europas, die Kontorhäuser. Bis heute legen sie Zeugnis ab vom Wohlstand der einstigen Handelsdynastien – wie etwa das Chilehaus, das aus nicht weniger als 4,8 Millionen handgeschichteten Backsteinen errichtet wurde. Henry B. Sloman, der durch den Handel mit Salpeter aus Chile reich geworden war, beauftragte den Architekten Fritz Höger mit einem damals aufsehenerregend hohen Gebäude, dessen spitzer Fassadenwinkel an einen Schiffsbug erinnert. Entdecken, Erkunden und Genießen Beide Quartiere, Speicherstadt und Kontorhausviertel, sind heute die touristische Attraktion zwischen Elbphilharmonie und HafenCity . Museen wie das Hamburg Dungeon , das Speicherstadtmuseum oder das Miniatur Wunderland , traditionsreiche Manufakturen, in denen bis heute Kaffee geröstet und Schokolade conchiert wird, dazu urige Hafenkneipen und charmante Restaurants: Es ist eine eigene kleine Welt und Zeit, sie zu entdecken!


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