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Das Gartenreich Dessau-Wörlitz entstand in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es resultiert aus den umfassenden vom Geist der Aufklärung und des Humanismus bestimmten Reformbemühungen des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau.
Im Einklang von Landschaft, Architektur und Bildender Kunst ist es Zeugnis vom kulturellen Reichtum vergangener Zeiten. Auf ca. 142 Quadratkilometern sind Schlösser, differenziert gestaltete Parkanlagen, Gartenplastiken und viele Kleinarchitekturen mit großer Einfühlung in die urwüchsige Auenlandschaft an Elbe und Mulde eingeflochten.
Das klassizistische Schloss Luisium mit dem englischen Garten, das Rokoko-Ensemble Mosigkau, der Landschaftspark Großkühnau und das Georgium, in dessen Schloss sich die Anhaltinische Gemäldegalerie befindet, bilden eine Einheit mit dem barocken Stadt-, Schloss- und Parkensemble Oranienbaum und dem bedeutendsten Teil der Wörlitzer Anlagen.
Das Gesamtkunstwerk ist vor allem das Werk zweier Männer: Leopold III. Friedrich Franz Fürst von Anhalt-Dessau (1740-1817) und sein Freund und Berater Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff.
Schloss Mosigkau - Gesamtansicht
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