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Die Klosterinsel im Bodensee ist ein herausragendes Zeugnis der religiösen, wissenschaftlichen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Frühmittelalter.
Im Jahr 724 gründete der Wanderbischof Pirmin das Kloster. Die drei romanischen Kirchen der Insel aus dem 9. und 11. Jahrhundert veranschaulichen die frühmittelalterliche Architektur und gelten als geistige Vororte des Abendlandes zur Zeit der Karolinger und Ottonen. Die Wandmalereien zeigen die große Bedeutung als "künstlerisches Zentrum" für die europäische Kunstgeschichte des 10. und 11. Jahrhunderts.
Lehrer von Rang unterrichteten an der berühmten Klosterschule, aus der hervorragende Theologen, Politiker, Wissenschaftler, Dichter und Musiker hervorgingen. Berühmt waren die Klosterbibliothek, die "Reichenauer Malerschule" und die Goldschmiedekunst.
Münster mit Kräuter - Gesamtansicht
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