| 18. Juni – 06. September 2011
31 Jahre Quedlinburger Musiksommer
Seit über 25 Jahren findet der traditionelle Quedlinburger Musiksommer von Juni bis September statt: Große Interpreten klassischer Musik gestalten in der Stiftskirche ein besonderes Klangerlebnis.
Zum 31. Mal präsentiert Kirchenmusikdirektor Gottfried Biller herausragende Klangerlebnisse in historischen Räumen, die meisten davon in der beeindruckenden romanischen Stiftskirche St. Servatius, die majestetisch über der Stadt thront.
01. Januar - 31. Dezember 2011
Ausstellung zu Fritz Graßhoff (1913-1997)
Fritz Graßhoff, noch nie gehört? Aber Lale Andersen, Freddy Quinn und Hans Albers kennen Sie. Ohne Fritz Graßhoff wären diese und andere Künstler möglicherweise nie so berühmt geworden. Graßhoff schrieb die Texte zu vielen der Lieder, die diese Künstler gesungen haben. Das berühmteste ist sicherlich „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“.
Als Sohn eines Kohlenhändlers, früher Seemann, erblickte Graßhoff am 09. Dezember 1913 in Quedlinburg das Licht der Welt und verbrachte hier seine Jugend. Die Nachbarn in den kleinen Fachwerkhäusern waren meist arme Leute, Landarbeiter. Später hat Graßhoff einmal gesagt, er sei zwischen Koksbergen und Bumskneipen aufgewachsen. In diesem Milieu liegen wohl die Wurzeln für seine vielen Balladen, Songs und frechen Bänkelliedern, die oft recht derb daher kamen.
Nach dem Krieg lebte Graßhoff lange in Celle, heute Partnerstadt von Quedlinburg. Er verdiente sein Geld hauptsächlich mit Schlagertexten, wurde aber auch schriftstellerisch tätig, zunehmend auch mit ernster Lyrik. Zeitweise war Graßhoff einer der meistrezitierten deutschen Schriftsteller. Namhafte Interpreten wie Gustav Knuth, Inge Meysel oder Heinz Reincke machten seine Werke durch Schallplattenproduktionen populär.
Dennoch wurde Graßhoff hauptsächlich nach seinen Schlagertexten bewertet, worunter er sehr litt. Als dann auch noch sein biographischer Roman „Der blaue Heinrich“ kaum Beachtung fand, wanderte er enttäuscht nach Kanada aus, wo er seine letzten 14 Lebensjahre verbrachte. Am 09. Februar 1997 verstarb Fritz Graßhoff. Inzwischen hat Graßhoff eine Neubewertung seiner Werke erfahren und einen anerkannten Platz in der Literatur gefunden.
Quedlinburg ehrt seinen berühmten Bürger seit kurzem durch eine sehr informative, aber auch sehr humorvolle, Dauerausstellung im Gewölbekeller im Palais Salfeldt, Kornmarkt 5.
15. Mai - 28. August 2011
Welten-Segler. T. Lux Feininger zum 100. Geburtstag. Werke von 1929 - 1942 (Lyonel Feininger- Galerie)
Theodore Lukas Feininger, genannt Lux, der 1910 in Berlin geboren wurde und heute in Cambridge/Massachusetts lebt, ist der dritte und jüngste Sohn des berühmten Bauhauskünstlers Lyonel Feininger. Die kulturell aufgeschlossene Atmosphäre des Elternhauses bot die besten Voraussetzungen für seine Künstlerkarriere. 1926 begann er ein Studium am Bauhaus in Dessau, besuchte zunächst die Bühnenklasse von Oskar Schlemmer, beschäftigte sich mit Fotografie und fand 1929 zur Malerei. 1932 verließ er Deutschland und wanderte als erster der Feininger-Familie über Paris nach Amerika aus.
T. Lux Feininger hat überwiegend maritime Bilder gemalt, mit einer Genauigkeit, die manchmal an Kapitänsbilder denken lässt, zugleich erfüllt von einer farblichen und narrativen Spannung, die sie in die Nähe des Magischen Realismus rückt. In Deutschland ist sein Werk bisher nur einem kleinen Kreis von Sammlern und Liebhabern bekannt. So verbindet diese Ausstellung den Dank an den Jubilar mit dem Wunsch, das Werk dieses Künstlers einem breiteren Publikum nahe zu bringen.
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