Die UNESCO war eine der ersten Organisationen der Vereinten Nationen, der die Bundesrepublik Deutschland (1951) beitrat. Damit endete die geistige Isolation, in die unser Land seit dem Zweiten Weltkrieg geraten war. Auch die DDR wurde 1972 hier erstmals Mitglied einer UNO-Organisation. Heute ist Deutschland mit jährlich rund 20 Millionen Euro nach den USA und Japan drittstärkster Beitragszahler der UNESCO.
Die UNESCO hat 193 Mitgliedstaaten, die nationale UNESCO-Kommissionen eingerichtet haben. Diese Nationalkommissionen, die es bei anderen UNO-Organisationen nicht gibt, beziehen die mit Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation befassten Organisationen und Institutionen des jeweiligen Landes in die Planung, Verwirklichung und Evaluierung des breit gefächerten UNESCO-Programms ein.
Die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) ist eine Mittlerorganisation der Auswärtigen Kulturpolitik. Sie wirkt als Bindeglied zwischen Staat und Wissenschaft sowie als nationale Verbindungsstelle in allen Arbeitsbereichen der UNESCO. Ihre Aufgabe ist es, die Bundesregierung und die übrigen zuständigen Stellen in UNESCO-Belangen zu
beraten, an der Verwirklichung des UNESCO-Programms in Deutschland mitzuarbeiten, die Öffentlichkeit über die Arbeit der UNESCO zu informieren und Institutionen, Fachorganisationen und Experten mit der UNESCO in Verbindung zu bringen.
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1972
wurde von der Generalkonferenz der UNESCO die "Internationale Konvention zum Schutz
des Kultur- und Naturerbes der Welt" verabschiedet.
Sie
legt den Schutz eines Kultur- oder Naturgutes, das
einen "außergewöhnlichen universellen
Wert" besitzt, in die Obhut der gesamten Menschheit.
Mit der Unterzeichnung der Konvention verpflichtet
sich jedes Land, die innerhalb seiner Landesgrenzen
gelegenen Denkmäler zu schützen und für
zukünftige Generationen zu erhalten.
Als
Gegenleistung bekommen die Mitgliedstaaten der UNESCO
Fachberatung zur Erhaltung Ihrer Denkmäler,
die Entwicklungsländer auch finanzielle Hilfen.
Es ist das Ziel der Konvention, die Zusammenarbeit
zwischen allen Menschen und Völkern und den Schutz
des Natur- und Kulturerbes zu fördern und zu intensivieren. |