DZT, Norbert Krüger
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Altstädte von Stralsund und Wismar

Glanz und Reichtum der Hanse im 14. Jahrhundert lassen sich kaum anschaulicher verdeutlichen als in den Altstädten von Stralsund und Wismar. Die historischen Stadtkerne beider Städte begeistern mit nahezu unverändert bewahrten mittelalterlichen Grundrissen und weitgehend erhaltener Bausubstanz aus der Zeit der Backsteingotik.

Schon die insgesamt sechs aus Backstein errichteten Pfarrkirchen in Stralsund und Wismar an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns zeigen einen repräsentativen Querschnitt durch die gotische Kirchenarchitektur des ausgehenden Mittelalters. Eine Dauerausstellung in der St.-Marien-Kirche von Wismar zeigt die Techniken gotischen Backsteinbaus und mittelalterlicher Handwerkskunst im Rahmen der Europäischen Route der Backsteingotik . Wismar ist hinsichtlich Größe und Geschlossenheit die am besten erhaltene Hansestadt im südlichen Ostseeraum und wie Stralsund begeistert sie mit viel Charme, urigen Hafenkneipen und idyllischen Winkeln. Das historische Hafenbecken Wismars bietet ein authentisches Bild der mächtigen Handelsstadt und der „Alte Schwede“, das älteste Bürgerhaus der Stadt und heute ein Restaurant gleichen Namens, repräsentiert überzeugend Wohlstand und Gestaltungswille der stolzen Bewohner. Außerdem erinnert es an die schwedische Herrschaft, unter der beide Städte im 17. und 18. Jahrhundert standen. Aus dieser Zeit stammen auch einige herausragende Barockbauten wie das Zeughaus in Wismar oder das Schwedische Regierungspalais in Stralsund. Auf der Stralsunder Hafeninsel bietet das OZEANEUM eine faszinierende Unterwasserreise durch Ostsee, Nordsee und Atlantik bis hin zum Polarmeer. Durch seine moderne Architektur bildet das Gebäude des OZEANEUMs einen reizvollen Kontrast zur mittelalterlichen Schönheit der Stadt – und zeugt doch von der großen Liebe der alten Hansestädte zum Meer.


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